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Der Handyhasser


Erinnert sich noch jemand an Telefonkarten? Die konnte man damals als Zahlungsmittel in den Telefonzellen benutzen und falls sie leer waren, wurden sie zu begehrten Sammlerobjekten.

Telefonzellen gibt es leider nicht mehr, denn heute besitzt ja jeder ein Handy. Seit ein paar Wochen auch ich. Vor einiger Zeit saß ich nämlich abends in einem kleinen Dorf fest und da kein Bus mehr fuhr, musste ich ein Taxi rufen, was ohne Telefon leichter gesagt ist, als getan. Also kaufte ich mir nun doch ein Handy.

Ein „Smartphone” müsse es sein, meinte Florian, mein Enkel. Der sollte es schließlich wissen, denn er verbringt die meiste Zeit des Tages damit, auf sein iPhone zu gaffen. Selbst beim Essen. „Mit einem Smartphone hast du ständig Kontakt zu all Deinen Freunden, ist das nicht toll?”.

Das glaube ich nicht, denn die meisten meiner Freunde sind nicht bei Facebook, Twitter, Instagram & Co. sondern liegen auf dem Friedhof – da kommt der Kontakt noch früh genug.

Wie dem auch sei: Florian konnte mich überzeugen, dass ich mir so ein Smartphone zulege, weil das seiner Meinung nach „narrensicher” sei. Kurze Zeit später, nach dem Abendessen bei Lotte, hatte ich wieder mal ein Problem mit dem Bus. Diesmal jedoch besaß ich ein Handy, um mir ein Taxi zu rufen – nur hatte ich meine Lesebrille nicht dabei, um die kleine Schrift zu entziffern. Merke: Leider ist ein Smartphone nur so smart wie sein Besitzer.