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2. Das Evangelium


Aber was genau ist denn nun das Evangelium, das wir glauben müssen um errettet zu werden? Und wie genau werden wir durch das Evangelium gerettet?

Auf die Frage: „Was ist das Evangelium?“ antworten die meisten Leute: „Die gute Nachricht“. Aber was ist denn der Inhalt dieser guten Nachricht?

In 1. Korinther 15:1-4 bringt Paulus genau auf den Punkt, was das Evangelium ist:

Ich erinnere euch aber…an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe…Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften…

Das Evangelium – der Inhalt der guten Nachricht – ist also der Tod, das Begräbnis und die Auferstehung von Jesus Christus.

In Römer 1:16 lesen wir:

Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen…

Für jeden, der glaubt…aber mental einer Sache seine Zustimmung zu geben und diesen
aktiven Glauben zu haben, der meine Überzeugung auch demonstriert, das sind dann doch noch einmal zwei verschiedene Paar Schuhe.

Die Bibel macht deutlich, dass wir das Evangelium nicht nur
glauben müssen, sondern der Botschaft auch gehorchen müssen.

…wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind. (2. Thessalonicher 1:8)

Wir sind Zeugen für das alles – wir und der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. (Apostelgeschichte 5:32)

Aber Dank sei Gott, dass die Zeit vorbei ist, in der ihr Sklaven der Sünde wart, und dass ihr jetzt aus innerster Überzeugung der Lehre gehorcht, die uns als Maßstab für unser Leben gegeben ist und auf die ihr verpflichtet worden seid. (Römer 6:17)

Man glaubt also und als Zeichen dieses Glaubens gehorcht man und durch diese Kombination wird man auf das Fundament der Apostel und Propheten gestellt, dessen Eckstein Jesus Christus ist.

Auch in 1. Petrus 1:22 wird herausgestellt, dass man der Wahrheit gehorchen muss und dass es nicht ausreicht, sie einfach nur mental zu bejahen:

Ihr habt euer Innerstes gereinigt, indem ihr euch der Wahrheit im Gehorsam unterstellt habt…

Wenn wir also bereits Christen sind, müssen wir aufpassen, dass wir Menschen nicht einfach ihres Weges ziehen lassen nachdem sie die Botschaft von Jesus Christus mental als wahr akzeptiert haben und ihnen erzählen, dass sie dadurch jetzt gerettet sind. Wir müssen sicherstellen, dass sie auch von Herzen dem Evangelium gehorcht, d.h. aktiv Folge geleistet haben.

Wie macht man das denn? Wie „gehorcht“ man dem Evangelium?

Das wird wunderbar in der Apostelgeschichte erklärt, und zwar als Petrus die allererste Evangeliumsbotschaft überhaupt predigt. Übrigens – es ist kein Zufall, dass es ausgerechnet Petrus war und nicht irgendein anderer Apostel. Petrus war der erste Apostel, der eine Offenbarung darüber hatte, dass Jesus Christus der Messias ist. Wir finden diese Begebenheit in Matthäus 16:13-19 beschrieben. Jesus sagte daraufhin zu Petrus:
„Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen…“ Natürlich meinte er damit nicht, dass die Gemeinde auf Petrus aufgebaut ist, sondern auf dieser Offenbarung, die Petrus hatte und dem Wort, das Petrus daraufhin verkündigen würde.

Aber zurück zu unserer Frage, wie man dem Evangelium „gehorcht“. Es ist so wichtig, dass wir verstehen, dass wir auch etwas
tun müssen um gerettet zu werden. An dieser Stelle kommt häufig der Einwand, dass wir es ja dann mit einer „Errettung durch Werke“ zu tun hätten. Aber dieser Einwand ist leicht zu widerlegen. Selbstverständlich ist es nicht unsere Handlung, die uns rettet, denn das vermag ausschließlich das Werk von Jesus Christus am Kreuz. Aber Gott hat nun einmal einen Weg oder eine Methode vorgesehen, auf welche Art und Weise wir Teilhaber an dieser Errettung oder Erlösung werden oder in sie eintreten.

Um den Einwand der „Erlösung durch Werke“ möglichst anschaulich zu widerlegen lässt sich vielleicht am besten ein Beispiel aus dem natürlichen Leben anführen:

Stellen Sie sich einen Ertrinkenden im Meer vor und einen Matrosen, der ihm von einem Schiff aus einen Rettungsring zuwirft. Der Matrose ruft: „Dieser Rettungsring wird dich vor dem Ertrinken bewahren!“ und wirft den Ring dem Ertrinkenden zu. Diesem würde es nun gar nichts bringen, wenn er allen Glauben der Welt daran hätte, dass ein Rettungsring wirklich ein hervorragendes Werkzeug ist um Menschen vor dem Tod durch Ertrinken zu bewahren, wenn er nicht auch zusätzlich eine Handlung ausführt und tatsächlich nach dem Ring greift.

Aber hinterher käme niemand auf die Idee, diesen Akt des Greifens nach dem Ring lobend zu erwähnen oder die Sache so darzustellen als hätte der Ertrinkende selbst seine Rettung bewirkt. Nein, alle Augen richten sich auf den Matrosen, der rechtzeitig das rettende Mittel bereitgestellt hat. Auch der Ertrinkende selbst würde sich nicht auf die Schulter klopfen und meinen, was er doch für ein toller Typ sei, da er ja so gekonnt den Rettungsring gegriffen hat. Er wird stattdessen seinem Lebensretter, dem Matrosen, sein Leben lang dankbar sein.

Was müssen wir den nun
tun um gerettet zu werden nachdem uns das Evangelium verkündigt wurde?

Das ist genau die Frage, die auch die Zuhörer Petrus stellten, nachdem er am Pfingsttag diese erste Predigt gehalten hatte.

Die Antwort von Petrus ist sehr präzise:

Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. (Apostelgeschichte 2:38)

Wir haben also drei Schritte:
1. Tut Buße
2. Lasst euch taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden
3. Empfangt die Gabe des Heiligen Geistes

Und dies gilt nicht nur für die damaligen Juden, denn gleich im folgenden Vers heißt es:

Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.

Wenn wir das tun, versetzt uns das „in Christus“ und stellt uns auf das bereits erwähnte Fundament. Wir müssen genau auf die Art und Weise Teil der Gemeinde Christi werden, die Gott vorgegeben hat. Das hat nichts mit Werksgerechtigkeit zu tun.

In Galater 1:8-9 sehen wir, wie gefährlich es ist, ein anderes Evangelium zu predigen als genau dieses, das die Apostel gepredigt haben. Paulus hielt das für eine so ernste Sache, dass er sogar zwei Mal wiederholte, eine solche Person möge verflucht sein!

Doch wer immer euch ein anderes Evangelium bringt – und wäre es einer von uns Aposteln oder sogar ein Engel vom Himmel – , wer immer euch eine Botschaft bringt, die dem Evangelium widerspricht, das wir euch verkündet haben, der sei verflucht! Wir haben euch das bereits früher gesagt, und ich sage es hiermit noch einmal: Wenn euch jemand ein Evangelium verkündet, das im Widerspruch zu dem Evangelium steht, das ihr angenommen habt, sei er verflucht!

Wir werden zur Verantwortung gezogen für das Evangelium, das wir verkündigt haben. Wenn wir dem Evangelium, das die Apostel predigten, etwas hinzufügen oder etwas davon weglassen, dann befinden wir uns damit auf sehr gefährlichem Boden!

Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein, die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben? (1. Petrus 4:17)

Nirgendwo in der Bibel ist die Rede davon, dass eine simple mentale Zustimmung ausreichend ist. Glaube und Gehorsam sind derart verflochten, dass sie in Gottes Augen nahezu ein und dasselbe sind. Es geht also um einen Glauben in dem Maß, dass er einen Menschen zum Handeln veranlasst.

Hört euch diese Botschaft nicht nur an, sondern handelt auch danach; andernfalls betrügt ihr euch selbst. (Jakobus 1:22)

Gott sendet keinen akustisch hörbaren Ruf vom Himmel wenn er Menschen „ruft“ – er ruft sie durch das Evangelium:

…dass Gott euch von Anfang an zur Errettung erwählt hat in der Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit, wozu er euch berufen hat durch unser Evangelium, damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt. (2. Thessalonicher 2:13-14)

Denn obwohl sich seine (Gottes) Weisheit in der ganzen Schöpfung zeigt, hat ihn die Welt mit ihrer Weisheit nicht erkannt. Deshalb hat er beschlossen, eine scheinbar unsinnige Botschaft verkünden zu lassen, um die zu retten, die daran glauben. (1. Korinther 1:21)

Denn »jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. Nun ist es aber doch so: Den Herrn anrufen kann man nur, wenn man an ihn glaubt. An ihn glauben kann man nur, wenn man von ihm gehört hat. Von ihm hören kann man nur, wenn jemand da ist, der die Botschaft von ihm verkündet. Und die Botschaft kann nur verkündet werden, wenn jemand den Auftrag dazu bekommen hat. Genau das ist ja auch geschehen… Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht… (Römer 10:13-16)

Von der obigen Passage aus dem Römerbrief predigen viele lediglich Vers 13 – „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“ – und lassen die Menschen ein Gebet sprechen und senden sie danach ihres Weges und versichern Ihnen, dass sie nun gerettet sind. Doch hier heißt es deutlich, dass nicht alle dem Evangelium
gehorcht haben.

Wir können nicht nur anerkennen, dass Jesus Christus tatsächlich existiert und tatsächlich gestorben und auferstanden ist und es dabei bewenden lassen. Das ist natürlich der allererste Schritt und er ist wichtig und unerlässlich. Doch es ist nicht alles. Das reicht nicht.

In Apostelgeschichte Kapitel 10 können wir uns dazu das Beispiel von Kornelius ansehen. Von ihm heißt es in Vers 2:

Kornelius war ein frommer Mann, der mit allen, die in seinem Haus lebten, an den Gott Israels glaubte; er gab großzügige Spenden für die Bedürftigen in der jüdischen Bevölkerung und betete treu und regelmäßig.

Mit dieser Beschreibung würden viele heutzutage sagen: „Dieser Mann ist doch ein Christ. Er ist garantiert gerettet.“ Aber er wurde aufgefordert, Petrus holen zu lassen, damit dieser ihm dann die Botschaft verkünden konnte, die Kornelius hören musste um errettet zu werden. Ja, Gott hatte zweifellos auch vorher schon in seinem Leben gewirkt, aber der Weg zur Erlösung musste ihm noch deutlicher gezeigt werden. Im weiteren Verlauf des Kapitels erfahren wir, dass Petrus Kornelius und seinem Haus das Evangelium predigte, dass die Anwesenden zur Vergebung ihrer Sünden getauft und auch mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden und in neuen Sprachen redeten.

In Kapitel 11 berichtet Petrus dann nach seiner Rückkehr nach Jerusalem von diesem Vorfall und wie Gott auch den Heiden die Erlösung angeboten hatte. Dabei wiederholt er auch die Worte, die der Engel zu Kornelius gesprochen hatte:
„Was er (Petrus) dir zu sagen hat, wird dir Rettung bringen, dir und allen, die in deinem Haus leben.“ (Vers 14)

Kornelius musste also noch errettet werden obwohl er bereits gläubig gewesen war. Er musste das Evangelium hören und dem Evangelium gehorchen. Erst dadurch wurde er dann Teilhaber an der Erlösung, die Jesus Christus für die Menschheit erwirkt hat.